Krankmeldung und Arbeitsunfähigkeit
Arbeitsunfähigkeit bedeutet, dass du krank oder verletzt bist und deine Arbeit nicht ausführen kannst. Das kann zum Beispiel bei Fieber, starken Schmerzen oder nach einem Unfall der Fall sein.
Ob du arbeitsunfähig bist, entscheidet immer eine Ärztin oder ein Arzt. Du erhältst dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU). Darin steht, wie lange du voraussichtlich nicht arbeiten kannst. Diese Bescheinigung ist wichtig für deinen Arbeitgeber, deine Krankenkasse und deine finanzielle Absicherung.
So meldest du dich krank
Wenn du krank bist, musst du dich sofort bei deinem Arbeitgeber melden. Am besten rufst du kurz an und informierst darüber, dass du krank bist und wie lange du voraussichtlich ausfällst.
In vielen Fällen läuft die Krankmeldung heute digital über die sogenannte eAU. Die Arztpraxis übermittelt die Daten direkt an die Krankenkasse, und dein Arbeitgeber ruft sie dort ab. Trotzdem gilt: Du musst dich immer selbst bei deinem Arbeitgeber melden. Die genauen Fristen können je nach Betrieb oder Arbeitsvertrag unterschiedlich sein.
Deine Krankheit bleibt privat
Deine gesundheitlichen Informationen gehören zu deinem Privatbereich. Du bist nicht verpflichtet, deinem Arbeitgeber zu sagen, welche Krankheit du hast.
Es reicht aus, wenn du mitteilst, dass du krank bist und wie lange du voraussichtlich ausfällst. Weitere Details musst du nicht angeben.
Das bedeutet die Krankheit für deinen Job
Auch wenn du krank bist, bleibt dein Arbeitsverhältnis bestehen. Du bist weiterhin angestellt und dein Vertrag läuft unverändert weiter.
Allerdings hast du während dieser Zeit bestimmte Pflichten. Du musst dich korrekt krankmelden, aktiv an deiner Genesung arbeiten und alles vermeiden, was deine Gesundheit verzögern könnte. Wenn du dich daranhältst, musst du dir in der Regel keine Sorgen um deinen Arbeitsplatz machen.
Dein Gehalt bei Krankheit
Wenn du krank bist und nicht arbeiten kannst, bekommst du in der ersten Zeit weiter dein Gehalt.
Das bedeutet:
- Dein Arbeitgeber zahlt bis zu 6 Wochen weiter
- Du musst mindestens 4 Wochen im Betrieb beschäftigt sein
- Die Krankheit darf nicht selbst verschuldet sein
Das nennt man Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
Wenn du länger krank bist, übernimmt deine Krankenkasse die Zahlung.
Geld von der Krankenkasse
Wenn du länger krank bist, bekommst du Krankengeld von deiner Krankenkasse.
Das Wichtigste:
- ab der 7. Woche der Krankheit
- etwa 70 % deines Bruttogehalts
- mit einem Höchstbetrag
- maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren
Wichtig ist, dass deine Krankmeldungen lückenlos sind. Reiche alle Unterlagen rechtzeitig ein.
Krank im Urlaub
Wenn du während deines Urlaubs krank wirst, gehen dir diese Urlaubstage nicht verloren. Voraussetzung ist allerdings, dass du richtig vorgehst.
Du musst dich sofort bei deinem Arbeitgeber krankmelden, einen Arzt aufsuchen und dir ein Attest ausstellen lassen. Nur die Tage, an denen du nachweislich krank bist, werden nicht als Urlaub gewertet. Diese kannst du später nachholen.
Wenn dein Kind krank ist
Wenn dein Kind krank ist, darfst du zu Hause bleiben, um es zu betreuen.
Das gilt:
- 15 Tage pro Kind und Elternteil im Jahr
- maximal 35 Tage insgesamt
- Alleinerziehende: 30 Tage pro Kind
Du bekommst in dieser Zeit Kinderkrankengeld.
Voraussetzung ist, dass ein Arzt bestätigt, dass dein Kind krank ist und betreut werden muss. Außerdem darf keine andere Person die Betreuung übernehmen können.
Seit 2024 gilt: Wenn dein Kind im Krankenhaus ist und du dabei bist, gibt es oft zusätzliche Ansprüche.