Organisationaler Respekt und Basisarbeit in der Transformation
Projekt ORBiT
Im Rahmen des Projektes ORBiT wurden durch das BGF-Institut und seine Partner BIT e. V. und das ddn ein praxisnahes Verständnis davon entwickelt, wie sich Respekt für Basisarbeitende im Arbeitsalltag zeigt – und wie Unternehmen diesen gezielt stärken können. Das Projekt wurde vom BMAS im Programm „ARBEIT: SICHER + GESUND“ gefördert.
Es wurden zentrale Instrumente entwickelt, um die Arbeitswirklichkeit von Basisarbeitenden systematisch zu verbessern und das Respekterleben zu stärken.
Die entwickelten Inhalte basieren auf einem im Projekt erarbeiteten, theoretisch fundierten Modell des „Organisationalen Respekts“, das sich am Bielefelder Sozialkapital von Badura orientiert und nach dem Arbeitssystemmodel von BIT e.V. strukturiert wurde. Dieses Modell umfasst die vier Handlungsebenen soziale Beziehungen, Führung, Unternehmenskultur und Arbeitsbedingungen. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz bildet über die vier Handlungsebenen hinaus die Grundlage für respektvolle Arbeitsbedingungen.
Auf dieser Basis entstand ein praxisnahes Screeninginstrument mit 19 Items, das eine verlässliche Einschätzung der Respektausprägungen im Unternehmen ermöglicht. Das Screening ist kurz, mehrsprachig und für unterschiedliche Branchen einsetzbar. Es wurde in drei Pilotunternehmen aus Gebäudereinigung, Zeitarbeit und Logistik mit insgesamt 503 Basisarbeitenden und 165 Führungskräften erprobt.
Aufbauend auf das Screening wurden beteiligungsorientierte Konkretisierungsworkshops mit Basisarbeitenden sowie Planungsworkshops mit Führungskräften umgesetzt. In diesen Formaten wurden Probleme präzisiert, Ursachen identifiziert und konkrete Lösungsvorschläge entwickelt, die anschließend in Maßnahmenpläne überführt wurden.
Begleitend zum Projektverlauf erfolgte eine systematische Analyse des berufsgenossenschaftlichen sowie des staatlichen Regelwerks, um die relevanten normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Basisarbeit fundiert zu erfassen. Ergänzend wurden Experteninterviews durchgeführt, die insbesondere darauf abzielten, potenzielle blinde Flecken und bislang unzureichend berücksichtigte Aspekte in diesem Arbeitsfeld zu identifizieren. Darüber hinaus fanden betriebliche Begleitungen in unterschiedlichen Arbeitskontexten statt, um die konkrete Arbeitssituation unmittelbar vor Ort zu beobachten und daraus praxisnahe Ansatzpunkte für eine zielgerichtete Ausrichtung und Weiterentwicklung betrieblicher Aktivitäten abzuleiten.
Es wurden zudem Kommunikationsmaterialien entwickelt, die eine effektive Kommunikation gewährleisten und somit das Erreichen der Mitarbeitenden und Führungskräfte sicherstellen.
Das Vorgehen wurde in einen ganzheitlichen BGM-Prozesse eingebettet, sodass über einen systematischen Ansatz, langfristig Erfolge sichergestellt werden können und die Unternehmenskultur positiv beeinflusst wird.
Tools für die Beratungspraxis
Unsere Instrumente unterstützen Sie bei der Analyse, Maßnahmenplanung und nachhaltigen Implementierung von organisationalem Respekt am Arbeitsplatz.
Kick-off
Der Kick-off liefert die nötigen Materialien, um das Thema "Organisationaler Respekt" im Unternehmen einzuführen und die Grundlagen für den nachfolgenden BGM-Prozess zu legen.
Hier geht es zu den DokumentenScreening
Das Screening ist ein Tool, das das Respektniveau in Unternehmen sichtbar macht. Über ein Spinnennetzdiagramm, die sogenannte Respect Map, können Entwicklungspfade abgebildet werden.
Hier geht es zu den DokumentenWorkshopkonzept
Das Konzept umfasst eine Ideenwerkstatt für Basisarbeitende und eine Führungskräftewerkstatt, um die Ergebnisse des Screenings zu konkretisieren und Lösungen zu entwickeln.
Hier geht es zu den DokumentenVertiefende Bausteine
Zu jedem Respektindikator aus dem Screening gibt es vertiefende Inhalte und erste Handlungsempfehlungen, die auf den jeweiligen Indikator abzielen.
Hier geht es zu den DokumentenArbeits- und Gesundheitsschutz
Im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz stehen Hilfsmittel zum Arbeitsschutz sowie zur betrieblichen Begleitung zur Verfügung.
Hier geht es zu den DokumentenProzesssteuerung
Zur Prozessteuerung stehen Textbausteine zur Kommunikation sowie ein beispielhafter Prozessablauf bereit, die den Beratungsprozess wirkungsvoll unterstützen und eine nachhaltige Implementierung in einen BGM-Prozess sicherstellen.
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